Es ging zunächst die schöne Landschaft der Meuse entlang bis Dinant. Die Stadt hat eine jahrhundertealte Zitadelle und sie ist Geburtsort des Erfinders des Saxophons, Adolphe Sax.
Donnerstag, 30. Juni 2022
Mittwoch, 29. Juni 2022
37. Tag: 95 km über Sterrebeek nach Malonne
Das Vorderrad war an der Reihe. Schlauchaustausch in 7 Minuten. Dabei Aufpumpen allerdings mit einer geliehenen ordentlichen Pumpe.
Das Highlight des heutigen Tages wurde bereits am Vorabend vereinbart. Jörg, ein BASF-Kollege, mit dem ich in den letzten Jahren sehr sehr gerne zusammen arbeiten durfte - Pferde stehlen wäre möglich gewesen - und der jetzt für BASF in Belgien arbeitet, teilte mir mit, dass er den Blog gelesen habe und ich gerade mal 10 Autominuten von ihm entfernt sei. Also bin ich heute auf drei Kaffee und köstliche selbstgemachte Zimtschnecken nach Sterrebeek zu Jörg und seiner Familie gefahren.
Dienstag, 28. Juni 2022
36. Tag: 88 km über Brüssel nach Overijse
And the winner is: Luise from Oslo! Es ging mal wieder um die Kollegen der anderen Tour de France. Die werden im Juli innerhalb von 24 Tagen ~ 3.350 km fahren und dann platt sein. Gut, ich habe für die gleiche Distanz 34 Tage benötigt, aber ich mache noch weiter wie der Duracell-Hase. Heute sind es über 3.500 km.
Bei Oslo kann ich aus organisatorischen Gründen derzeit leider nicht zusagen, dass ich den Sekt mit dem Fahrrad vorbei bringen werde. @Stefan: Du bist immerhin auf einem guten Weg, eine Flasche Sekt für die meisten Kommentare abzustauben.
Heute ging es nach Brüssel. Auf dem Weg lag Schloß Gaasbeek.
Montag, 27. Juni 2022
35. Tag: 72 km nach Geraardsbergen
Zeit für das 2. Gewinnspiel. Wer als erstes diese Frage beantwortet, bekommt die nächste Flasche Ellerstadter Riesling brut: Ich habe gestern die Marke von 3.350 Kilometern überschritten - wen werde ich damit in 2022 übertrumpfen?
An dem schönen Campingplatz habe ich mir mit der Abfahrt besonders viel Zeit gelassen. Unter anderem gab es ein längeres Gespräch mit einem niederländischen Paar, das mir seinen erstmals eingesetzten Mini-Caravan ausführlich demonstrierte.
Die Etappe war meist brettflach und ging an Kanälen entlang.
Sonntag, 26. Juni 2022
34. Tag: 137 km nach Zwevegem
An den an einem Tag gefahren Kilometern kann man nicht nur erkennen, woher der Wind weht, sondern auch, wie mir eine Gegend gefallen hat. Heute war einiges dabei, das ich gerne hinter mir lassen wollte. Insbesondere die letzten Stunden in Frankreich in der Gegend um Lille zeigten wenig schönes und waren laut.
Ich bin deshalb bis Belgien gefahren und auf diesem tollen Campingplatz gelandet. Er gehört zu den Top 2 meiner Tour.
33. Tag: 128 km über Calais nach Nordausques
Die Etappe begann lustig. Weil ich in Stella-Plage kein Hinweisschild gesehen hatte, habe ich einen Franzosen gefragt, ob er weiß, wo hier der EuroVelo Richtung Calais langgeht. Er meinte, ich müsse zunächst nach Étaples fahren, von da sei es dann einfach. Auf die Frage, wie ich nach Éstaples komme, meinte er, ich solle ihm hinterher fahren. Er ist dann tatsächlich 7 Kilometer mit dem Auto vor mir hergefahren, hat zwei mal angehalten, um andere Autos vorbeizulassen und hat mir am Schluss den weiteren Weg erklärt.
In Calais war aber Schluss mit lustig. Da Calais Etappenort der anderen Tour de France ist, war mit der UCI (Union Cycliste Internationale) abgestimmt worden, dass meine tourdefrance sich dort heute mit der anderen, nach deren Zielankunft, treffen sollte. Die Stadt hatte sich toll auf diesen Event vorbereitet. Hier eine der geschmückten Straßen.
Samstag, 25. Juni 2022
32. Tag: 114 km nach Berck
Heute ist wieder ein besonderer Geburtstag in der Heimat. Herzlichen Glückwunsch Fritz. Da ich nicht weiß, ob Du willst, dass alle Dein Alter erfahren, schreibe ich dazu lieber nichts. Zum Frühstück gab es heute wieder das übliche.
Donnerstag, 23. Juni 2022
31. Tag: 121 km nach Le Tréport
Hört ihr es auch?
Stille.
Windstille!
Es war wirklich ein Vergnügen, heute Fahrrad zu fahren. Nur Fliegen ist schöner.
Mittwoch, 22. Juni 2022
30. Tag: 98 km nach Fécamp
In den letzten drei Tagen habe ich gemerkt, wie wichtig der Wind bei einer solchen Tour ist. Die Strecken waren meist flach und/oder entlang der Küste, so dass es keinen natürlichen Windschutz wie Hügel oder Wälder gab.
Hier das flache Land von heute.
Dienstag, 21. Juni 2022
29. Tag: 68 km nach Équemauville
Heute ging es flach und windstill los. Man musste zunächst wieder einige Kilometer ins Landesinnere fahren, um den Canal de Caen à la Mer und die Orne überqueren zu können.
Wirklich flaches Land.
28. Tag: 77 km nach Quistreham
Meine heutige Route entsprach ziemlich genau der aus diesem Plan des amerikanischen Informationszentrums am „Pointe du Hoc“.
Sonntag, 19. Juni 2022
27. Tag: 4 km in Grandcamp-Maisy
Gestern Abend kam noch ein Wohnwagencamper aus Zürich zu mir und schenkte mir ein gekühltes Bier. In unserem Gespräch erwähnte er, dass es diese Nacht sehr wahrscheinlich regnen würde. Das und der aufkommende Wind veranlassten mich, alles besonders wetterfest vorzubereiten: Heringe tief drücken, Zelt fest zurren, Packtaschen gut verschließen, Rucksack mit ins Zelt nehmen, usw.. Der Züricher sollte Recht behalten.
Ich habe so eine Nacht im Zelt noch nicht erlebt. Unglaublich stürmisch mit heftigen Gewittern. Und das circa 12 Stunden lang. Ich begann schon zu überlegen, was ich tue, wenn mir das Überzelt wegfliegt. Das Zelt schwankte bedenklich, hielt aber Stand. Weil ähnliches Wetter für heute und die nächste Nacht angesagt war, habe ich mir ein Appartement (mit Waschmaschine!) in Grandcamp-Maisy gebucht. In einer kurzen Regenpause habe ich mein Gepäck, mein Fahrrad und das noch aufgebaute Zelt unter das Vordach des Sanitärraums gebracht und dort im Trockenen alles zusammengepackt. Das Paar aus Zürich sprach mich nochmal an, ob ich die Nacht gut überstanden hätte. „Isch hob gloisch zu moina Frau gsogd , dass är beschdimmd oine gude Ausrüschdung hod“, meinte der Mann.
In der gebuchten Unterkunft war noch der Vormieter. Es gelang mir, ihm auf französisch die Situation zu erklären. Ich konnte mein Gepäck dort lassen und bin dann erst mal Einkaufen gegangen. Da heute Sonntag ist, musste ich das bis Mittags erledigt haben. Ich habe mir alles, was ich für Spaghetti Carbonara benötige und eine Flasche Wein gekauft. Der Eingangsbereich des Supermarktes wurde wegen des starken Regens Treffpunkt für Radfahrer.
Samstag, 18. Juni 2022
25. Tag: 110 km nach Pont Farcy
Es gab heute zwei sehr unterschiedliche Teilstrecken.
Vormittags ging es entspannt und passend zum Wetter auf waldschattigen und flachen Schotterwegen voran. Man hatte hier einen Sponsor gefunden, es war einer der besten Radwege auf meiner Tour.
Donnerstag, 16. Juni 2022
24. Tag: 110 km nach Ducey
Ich bin relativ früh aufgewacht und gleich nach den 1,5 Stunden Packen in die Altstadt von Saint Malo gefahren. Sie ist genau so schön wie Anfang der 90er, als wir mit Evi und Stefan zum ersten Mal für ein verlängertes Wochenende dort waren. Es ging schon gut los mit einer „Fahrradautobahn“, auf der man direkt dort hin fahren konnte.
Mittwoch, 15. Juni 2022
Dienstag, 14. Juni 2022
22. Tag: 102 km nach Saint-Alban
Der Gewinner ist Fritz und ich werde den Sekt selbstredend gut gekühlt mit dem Fahrrad in die Jägerstraße bringen. Die Lösung des Gewinnspiels ist, daß es ein spontanes Beachhappening aus Anlaß meiner inzwischen 2.000 gefahrenen Kilometer gab, die von einer international besetzten Tanzgruppe pantomimisch dargestellt wurden.
Bisher wusste ich morgens nicht, wo ich die nächste Nacht verbringen werde. Ich habe mir immer, wenn ich aufhören wollte zu radeln, einen Zeltplatz gesucht. Das war heute anders. Den schönsten Zeltplatz überhaupt gibt es in Saint-Plestan: Genau sechs Plätze, nur für Zelte (keine Wohnmobile oder Wohnwagen), außer im Sanitärbereich kein Strom, kein WLAN. Aber tolle Gastgeber, die dort auch eine Cidrerie und einen Eselhof betreiben. Wir haben unsere Sommerurlaube dort von 2010 bis 2013 verbracht. Das sah so aus:
Montag, 13. Juni 2022
21. Tag: 118 km nach Paimpol
Zunächst zum Gewinnspiel von gestern: nur eine Teilnehmerin konnte bisher die richtige Lösung nennen. Sie wurde aber wegen zu nahem Verwandtschaftsgrad von der Gewinnvergabe ausgeschlossen. Für alle anderen hier ein Tipp: Am 10. Tag der Tour geschah etwas ähnliches. Jetzt also schnell die richtige Lösung als Kommentar eintragen.
Die Tour selbst hat sich, seit ich gestern den Atlantik - jetzt im Norden der Bretagne- wieder erreicht habe, in vielerlei Hinsicht verändert. Es gibt praktisch keine flachen Strecken mehr. Es geht im relativ kurzen Wechsel lange und langsam rauf und kurz und schnell runter. Mir gefällt diese Abwechslung, auch wenn es etwas anstrengender ist. Dann gibt es nur noch wenige Fahrradwege, meist bin ich jetzt auf wenig befahrenen Nebenstraßen unterwegs. Und es gibt weiterhin ziemlich wenige Tourenbiker. Alle, mit denen ich bisher gesprochen habe, waren Franzosen (u. a. aus Straßburg, Paris und Rennes), die den Schwerpunkt ihrer Tour in der Bretagne haben. Die wissen halt, wie schön es hier ist.
Während die Tour gestern fast völlig an der Küste verlief, gingen die Strecken heute sowohl die Küste entlang, als auch durchs Landesinnere. Um meinen Anteil mit Meerblick zu erhöhen, bin ich manchmal von der EuroVelo-Route abgewichen. Seit Lannion und Trébeurden ist das eine Gegend, die ich ganz gut kenne, weil wir hier den einen oder anderen Familienurlaub verbracht haben. Alles ist noch genau so schön, nur die Straßen sind im Vergleich zu unsere frühen Autotouren wesentlich steiler geworden.
Hier einige Eindrücke:
Sonntag, 12. Juni 2022
20. Tag: 55 km nach Plestin-les-Grèves
Der gleiche Blick wie gestern Abend 21 Uhr heute Morgen 9 Uhr. Alle weg. Die mit dem grünen Zelt sind nur deshalb noch da, weil hier ihre Tour endet. Wirklich ein anderer Rhythmus als ich.
Samstag, 11. Juni 2022
19. Tag: 87 km nach Morlaix
18. Tag: 110 km nach Glomel
Es ging weiter meist am Brest-Nantes-Kanal entlang. Hier ein paar Eindrücke.
Ein typisches Schleusenhäusschen.
17. Tag: 82 km nach Josselin
Heute also der erste Tag in der Bretagne. Als Liebhaber dieser Gegend wurde ich nicht enttäuscht. Eine wunderschöne Landschaft. Es ging den Nantes-Brest-Kanal entlang. An dieser Stelle hat es mir so gut gefallen, dass ich im dortigen Restaurant eine Essenpause eingelegt habe.
Donnerstag, 9. Juni 2022
16. Tag: 104 km nach Rieux
Es hatte die ganze Nacht geregnet, am Morgen aber zum Glück aufgehört. Das Einpacken - und Schlauch austauschen - verlief noch entspannter als sonst, um den Zelten ein wenig Zeit zum trocknen zu geben. Am späten Vormittag starteten Matthias und ich gleichzeitig, er rechts nach Spanien, ich links Richtung Bretagne.
Es ging los mit der interessanten Fahrt über die 3,4 km lange Saint-Nazaire-Brücke an der Mündung der Loire in den Atlantik. Man musste dort etwas konzentriert fahren, weil es einen stark böigen Wind gab, der immer wieder durch vorbeifahrende LKWs unterbrochen wurde und der Fahrradstreifen ziemlich schmal ist.
Mittwoch, 8. Juni 2022
15. Tag: 74 km nach Saint-Brevin-les-Pins
Heute also großer Einkaufstag. Zuerst war ich beim Boulanger und habe Powerbank und Ladestecker ersetzt. Bei Decathlon gab es die gleiche Fahrradbrille wie beim letzten Mal. Und ich war in einem riesigen Supermarkt. Hier nur der Obst- und Gemüse-Teil.
Montag, 6. Juni 2022
13. Tag: 110 km über Saumur und Angers nach La Possonnière
Dieses Schild gleich zu Anfang der Tour sollte mir wohl Warnung sein. Extrem belastender Tag mit unzähligen Winzern, die ich unprobiert passieren musste.
14. Tag: 82 km bis kurz vor Nantes
Ich bin noch bei gutem Wetter losgefahren, ab Mittags wurde es aber schlechter. Ich bin deshalb ziemlich flott auf einen Zeltplatz in der Nähe von Nantes gefahren. Pausen hatte ich nur zum Einkaufen und zum Essen auf einem Picknickplatz, auf dem ich mir den einzigen regengeschützten Tisch mit zwei Radlern aus Belgien geteilt habe.
Meine quasi ernährungswissenschaftliche Vorbereitung auf meine tourdefrance schlägt voll durch. Einmal täglich gibt es zwei Pain au chocolat und einen Trinkjoghurt.
Samstag, 4. Juni 2022
12. Tag: 125 km nach Candes-Saint-Martin
In Amboise, meiner ersten Station heute, tobte der Bär. Blaßkapellen aus verschiedenen Ländern liefen nacheinander durch die Stadt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die das alles immer für mich veranstalten. Wahrscheinlich ist es aber so. Der Nationalfeiertag ist ja erst in einem Monat und 10 Tagen.
Freitag, 3. Juni 2022
11. Tag: 100 km nach Chaumont-sur-Loire
Der Tag begann also mit Fahrrad flicken. Der neue Schlauch hatte schon 2 Löcher, hält aber bis jetzt. Anschließend bin ich nach Orléans gefahren, habe mir die Kathedrale und die Altstadt angesehen und vorsichtshalber einen Ersatzschlauch gekauft.
Donnerstag, 2. Juni 2022
10. Tag: 119 km nach Orléans
Am Vormittag bin ich gemeinsam mit Thomas aus Dessau gefahren. Thomas hat auch zwei Kinder, ist auch schon in Schweden gepaddelt, hat auch ein paar Jahre in Dresden gelebt, ist auch zunächst auf dem Weg nach Nantes und fährt im gleichen Tempo wie ich. Soweit die Gemeinsamkeiten. Aber: Thomas fährt gerne mal 180 km am Tag. Während ich knapp 5 Stunden am Tag auf dem Rad sitze, legt er also nochmal 3 drauf! Am Schloss von Sully-sur-Loire hat jeder noch ein Foto für den anderen gemacht und wir haben uns verabschiedet; er hatte ja noch viele Kilometer vor sich.
9. Tag: 82 km über Pouilly und Sancerre nach Beaulieu
Das Wetter war morgens schlecht, schon für 10 Uhr aber besser angekündigt. Ich bin deshalb erst noch einmal durch die Altstadt von La Charité und habe gefrühstückt.
Abschluss: RömerMan in Ladenburg und Lichterfest in Schwetzingen
Der Tourabschluss war ein zweifaches Erlebnis. Der Triathlon „RömerMan“ in Ladenburg bestand aus 1,8 km Schwimmen im Neckar, 41 km Radfahren...
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Der Tourabschluss war ein zweifaches Erlebnis. Der Triathlon „RömerMan“ in Ladenburg bestand aus 1,8 km Schwimmen im Neckar, 41 km Radfahren...
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Hört ihr es auch? Stille. Windstille! Es war wirklich ein Vergnügen, heute Fahrrad zu fahren. Nur Fliegen ist schöner.
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Gestern bin ich noch nicht losgefahren, weil insbesondere für das Elsass Regen und Gewitter vorhergesagt wurden. Ich wollte nicht gleich am ...





























